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BERICHT JANUAR 2017

über die Hausmeisterarbeiten der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse"
in der im Eigentum der Stadt Starnberg stehenden Wohnanlage
Hirschanger/Schulstraße in Starnberg

Inhaltsverzeichnis
1. . HAUSMEISTERARBEITEN der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" 01/2017
1.1. Arbeitsaufwand und seine marktübliche Vergütung
1.2. Berechnung eines marktüblichen Fahrtkostenersatzes nach Aufwand
1.3. Gesamte marktübliche Kosten des Hausmeisters nach Aufwand
1.4. Vergleich marktüblicher Hausmeisterskosten mit der von der Stadt Starnberg bezahlten Pauschale
1.5. Pauschale Vergütung der Arbeitszeit ohne Fahrtkostenersatz
1.6. Vergleich der pauschal bezahlten Stunden mit geleisteten Stunden der Firma Jesse
1.7. Der Stundensatz für die aufgewendete Arbeitszeit der Firma Jesse
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2. . ARBEITSWEISE der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" 01/2017
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3. . PFLICHTVERLETZUNGEN der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" 01/2017
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1. .. HAUSMEISTERARBEITEN der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" 01/ 2017
in der im Eigentum der Stadt Starnberg stehenden Wohnanlage Hirschanger/Schulstraße in Starnberg
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1.1. Arbeitsaufwand und seine marktübliche Vergütung
Nachfolgende Tabelle listet die Tätigkeiten der Firma Jesse mit jeweiligen Zeitangaben in der Wohnanlage Hirschanger/Schulstraße in Starnberg auf. Diese Liste wurde an die Firma Jesse mit der Bitte gesandt, nicht aufgeführte Arbeiten mit entsprechenden Zeitangaben zu nennen, damit diese berücksichtigt werden können. Die Firma Jesse reagierte bisher nicht.
Eine marktübliche Bezahlung eines Hausmeisters beläuft sich auf 30 €/Std und die eines Helfers auf 20 €/Std, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Steuer. Hieraus ergibt sich eine dem Zeitaufwand entsprechende Vergütung, wie sie in untenstehender Tabelle eingearbeitet wurde.
Vergütungsberechnung für die Hausmeistertätigkeit nach Aufwand
in der Wohnanlage Hirschanger/Schulstraße in Starnberg
für den Monat Januar 2017
Pos Datum Tätigkeit Hausmeister
Minuten
30€ /Std.
0,5 €/Min.
Anzahl
Hilfskräfte
Hilfskraft
Minuten
20€ /Std.
0,33 €/Min.
Kosten
€ gesamt
1 03.01.2017 Schneeräumen 19 9,50 1 19 6,27 15,22
2 04.01.2017 Papier-Container zur Straße schieben 2 1,00 1 2 0,66 1,66
3 04.01.2017 Salz streuen 7 3,50 1 7 2,31 5,81
4 05.01.2017 Schneeräumen* 19 9,50 1 19 6,27 15,22
5 05.01.2017 Restmüll-Container zur Straße schieben 5 2,50 . . . 2,50
6 07.01.2017 Restmüll- und Papier-Container hineinschieben 5 2,50 . . . 2,50
7 08.01.2017 Schneeräumen 11 5,50 2 2 x 11 = 22 7,26 12,76
8 09.01.2017 Schneeräumen 6 3,00 1 6 1,98 4,98
9 11.01.2017 Biotonnen zur Straße schieben 2 1,00 . . . 1,00
10 12.01.2017 Hausmeisterarbeiten in 9a 5 2,50 1 5 1,65 4,15
11 13.01.2017 Biotonnen hineinschieben 1 0,50 1 1 0,33 0,83
12 14.01.2017 Schneeräumen 9 4,50 1 9 2,97 6,47
13 15.01.2017 Schneeräumen 5 2,50 2 2 x 5 = 10 3,30 5,80
14 16.01.2017 Schneeräumen 10 5,00 1 10 3,30 8,80
15 17.01.2017 Schneeräumen 9 4,50 2 2 x 9 = 18 5,94 10,44
16 18.01.2017 Papier-Container zur Straße schieben 2 1,00 1 2 0,66 1,66
17 19.01.2017 Restmüll-Container zur Straße schieben 3 1,50 1 3 0,99 2,49
18 20.01.2017 Papier-Container hineinschieben 3 1,50 1 3 0,99 2,49
19 20.01.2017 Restmüll-Container 1/2 Strecke hineinschieben 4 2,00 1 4 1,32 3,32
20 23.01.2017 Restmüll-Container Rest hineinschieben 2 1,00 1 2 0,66 1,66
21 23.01.2017 Split streuen 4 2,00 1 4 1,32 3,32
22 25.01.2017 Biotonnen zur Straße schieben 3 1,50 . . . 1,50
23 26.01.2017 Biotonnen hineinschieben 2 1,00 . . . 1,00
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.gesamt 138 69,00 .. 146 48,18 117,18
MwSt. 22,26
Vergütung Hausmeistertätigkeiten nach Aufwand. 139,44 €
* keine exakten Daten vorhanden; da Schnee geräumt wurde, setzen wir hier die maximal aufgewendete Schneeräum-Zeit vom 02.01.2017 ein

1.2. Berechnung eines marktüblichen Fahrtkostenersatzes nach Aufwand
Bei Berücksichtigung der Fahrtzeiten kommt es auf die Ausgestaltung des Vertrags zwischen der Stadt Starnberg und der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" an. Die Einsicht in diesen Dienstleistungsvertrag ist Herrn Chowanetz vom Liegenschaftsamt verwehrt worden. Dennoch wird hier angestrebt, soweit eine Bewertungsgrundlage der Leistungen der Firma Jesse herzustellen, damit der schwerwiegende Vorwurf einer langanhaltenden und fortgesetzten Übervorteilung der Mieter nachvollziehbar wird.
Wir berechnen den marktüblichen Fahrtkostenersatz wie folgt:
Die Firma Jesse erhält von der Stadt Starnberg eine Vielzahl an Langzeitaufträgen. Daher ist die Beschränkung einer Vergütung für die jeweilige Anfahrt zu einem Objekt gerechtfertigt, da die Abfahrt ja die Anfahrt zum nächsten Objekt darstellt.
Ein Auto legt bei 30 km/Std. in 5 Minuten eine Strecke von 2,5 km zurück. Die zentral in Starnberg gelegen Wohnanlage ist demnach in dieser Zeit von nahezu jedem Punkt der Stadt aus erreichbar. Hieraus ergibt sich eine maximale Zeitberechnung der Fahrtzeit von eben diesen 5 Minuten.
Der Zeitaufwand von 5 Minuten werden mit dem für Hausmeister üblichen Stundensatz von 30 €/Stunde mit 2,50 € abgerechnet.
Hierzu kommt noch eine Fahrtpauschale von 0,35 €/km, die multipliziert mit den oben erklärten 2,5 Kilometern einen zusätzlichen Anspruch auf 0.87 € ergibt.
Der Fahrkostenersatz setzt sich demnach aus 2,50 € Zeitvergütung und 0,87 € Kilometerpauschale zusammen und beträgt 3,37 € pro Erscheinen in der Wohnanlage.
Alle hier dokumentierten Tätigkeiten können von einer einzelnen Person erledigt werden. Das wird von der Firma Jesse auch teilweise so gehandhabt. Wir rechnen deshalb diese 3,37 € ausschließlich für eine Person. Ab und zu erscheint die Firma zwar mit 2 oder gar 3 Mitarbeitern. Da ein gebündelter Arbeitskräfteeinsatz nicht mit den für diese Wohnanlage durchzuführenden Tätigkeiten zu begründen ist, sondern vermutlich in internen organisatorischen Begebenheiten der Firma Jesse, berechnen wir wie dargelegt.
Zu allen 23 Positionen in obiger Tabelle rechnen wir jeweils einen Fahtkostenersatz, ohne die Sinnhaftigkeit von mehrmaligem Erscheinen an einem Tag für jeweils einige Minuten an dieser Stelle zu hinterfragen.
Der marktübliche Fahrtkostenersatz für den Monat Januar beträgt 23 x 3,37 € = 77,51 € zuzüglich MwSt 14,73 € = 92,24 €.

1.3. Gesamte marktübliche Kosten des Hausmeisters nach Aufwand
Der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" stünde in der Wohnanlage Hirschanger/Schulstraße in Starnberg für den Januar 2017 für die 2 Stunden und 18 Minuten Hausmeistertätigkeit eine marktübliche Vergütung (35,70 €/Std./Brutto) in Höhe von von 82,11 €/Brutto zu und für die 2 Stunden und 26 Minuten der Hausmeisterhilfe würden (23,80 €/Std./Brutto) 57,33 €/Brutto anfallen, was zusammen den Betrag von 139,44 €/Brutto ergibt.
Die 23 einzelnen Einsätze wären mit 92,24 €/Brutto marktüblicher Fahrtkostenersatz nach Aufwand zu bezahlen. Die Arbeitszeitvergütung und der Fahrtkostenersatz ergeben zusammen die marktüblichen Kosten des Hausmeisters nach Aufwand von 231,68 €/Brutto.
marktübliche Vergütung der Arbeitszeit nach Aufwand 139,44 €/Brutto
marktüblicher Fahrtkostenersatz nach Aufwand 92,24 €/Brutto
gesamte marktübliche Kosten des Hausmeisters nach Aufwand 231,68 €/Brutto

1.4. Vergleich marktüblicher Hausmeisterskosten mit der von der Stadt Starnberg bezahlten Pauschale
Die marktüblichen Kosten nach dem von der Firma Jesse im Januar 2017 geleisteten Aufwand in der Wohnanlage von 2 Stunden und 18 Minuten Hausmeisterarbeiten und 2 Stunden und 26 Minuten Helferzeit würden incl. marktüblichem Fahrtkostenersatz 231,68 €/Brutto betragen.

Es wird davon ausgegangen, dass die Stadt nach wie vor im Januar 2017 pauschal 626,69 €/Brutto an die Firma Jesse bezahlt, also mehr als 2,7-mal so viel (270%).


1.5. Pauschale Vergütung der Arbeitszeit ohne Fahrtkostenersatz 01/2017
Rechnet man aus der von der Stadt Starnberg pauschal an die Firma Jesse im Januar bezahlten 626,69 €/Brutto den 92,24 €/Brutto marktüblichen Fahrtkostenersatz für die 23 Einsätze heraus, verbleibt eine pauschale Vergütung der Arbeitszeit in Höhe von 534,45 €/Brutto.

1.6. Vergleich der pauschal bezahlten Stunden mit geleisteten Stunden der Firma Jesse
Dividiert man die 534,45 €/Brutto pauschal bezahlte Arbeitszeit mit dem marktüblichen Lohn eines Hausmeisters von 35,70 €/Std./Brutto erhält man im Januar 2017 15 bezahlte Stunden. Zieht man von den bezahlten 15 Stunden die geleisteten 4 3/4 Stunden der Firma Jesse ab, erhält man 10 1/4 Stunden bezahlte, jedoch nicht geleistete Arbeitsstunden.

1.7. Der Stundensatz für die aufgewendete Arbeitszeit der Firma Jesse
Dividiert man nun die pauschale Vergütung der Arbeitszeit von 534,45 €/Brutto durch die aufgewendete Arbeitszeit der Firma Jesse von 4 3/4 Stunden so erhält man einen Stundensatz von 112,50 €/Std. /Brutto den die Firma Jesse hier im Januar 2017 anstatt der marktüblichen 35,70 €/Std./Brutto erhielt. 112,50 €/Std./Brutto für einen Hausmeister ist nicht marktgerecht.
Ergänzend ist noch folgendes anzumerken:
In der von der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" verrechneten monatliche Pauschale von 626,69 Euro/Brutto (was die Summe von 7520,28 Euro/Brutto im Jahr ergibt) sind gemäß Leistungsverzeichnis Verrechnungen der Auslagen für Salz oder Streugut usw. nicht enthalten.
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2. .. ARBEITSWEISE der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" 01/2017
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Da Arbeitszeiten ja nichts über die Arbeitsqualität aussagen, die die Firma Jesse in dieser Wohnanlage im Januar 2017 ablieferte, folgen hierzu einige Beispiele:
Am 3 und 5 Januar war der Schneefall sehr gering. Die gewohnte hastige und schlampige, auf Selbstabtauung des Schnees ausgerichtete Arbeitsweise der Firma Jesse beim Schneeräumen fiel nicht weiter auf. Der Schnee auf den nicht geräumten Flächen schmolz tagsüber, unterstützt durch gestreutes Salz, weg.
Als am Sonntag, den 08.01.2017 erstmals etwas mehr Schnee gefallen war und eine längere Kälteperiode einsetzte, funktionierte die übliche Arbeitsweise der Firma Jesse nicht mehr und es entwickelte sich das im Folgenden beschriebene Szenarium.
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Hier ist ein technischer Hinweis zur vorliegenden Dokumentation angebracht:
Alle hier eingestellten Bilder sind so verarbeitet worden, dass sie eine starke Vergrößerung bei guter Qualität zulassen, um dem Betrachter einen möglichst authentischen Eindruck der Arbeitsweise der Firma Jesse zu ermöglichen.
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Beginnen wir also mit Sonntag, den 08.01.2017. Der Schneepflug fuhr um 7:30 Uhr wie üblich ein paar Mal hin und her, es wurde hier und da ein bisschen geschippt und Salz gestreut und nach knapp 11 Minuten war´s das. Wie das Ergebnis dieser Bemühung aussah, zeigt untenstehendes Foto:
Abb. 1: Sonntag 08.01.2017 14:15 Uhr
Der Schneepflug schob den sowieso schon schlecht geräumten Bürgersteig zu (roter Pfeil). Im Vergleich hierzu der vom Nachbarn regelmäßig geräumte Gehweg (Blauer Pfeil).
Welche langanhaltenden Folgen diese schlampige Art des "Schneeräumens" hat, sehen wir auch an dieser - vom Haus aus gesehen - nördlichen schattigen Stelle. Der vom Schneepflug über den schlecht geräumten Bürgersteig geschobene Schnee wird hier langsam von Fußgängern plattgedrückt und wird sich aufgrund der langanhaltenden Kälte und des Umstands, dass die Firma Jesse all das durchgehend schleifen ließ, in 2 Wochen zu einer gefährlichen eisbedeckten Stelle entwickelt haben (siehe Abbildung 24 vom Montag, den 23.01.2017).
Dieses Beispiel zeigt dem unvoreingenommenen Beobachter, wie sich die Firma Jesse Ihrer Aufgabe einmal mehr entledigt hat. Dieses pro forma "Schneeräumen" zieht sich durch den ganzen Monat Januar, wie im Folgenden aufgezeigt wird.
Am nächsten Tag, Montag, den 9. Januar war die Firma Jesse auch wieder nur einmalig (diesmal um 5:30 Uhr), zu zweit für 6 Minuten in der Wohnanlage.
Entsprechend sah es am Nachmittag um 15:30 Uhr in der Wohnanlage aus (siehe Abbildungen 2 bis 5 unten).
Abb. 2: Montag 09.01.2017 15:32 Uhr
Der nicht geräumte Schnee wurde zu schwer begehbaren Matsch...
Abb. 3: Montag 09.01.2017 15:30 Uhr
...der
bei der herrschenden Kälte am Abend und am Morgen harschig gefror.
Abb. 4: Montag 09.01.2017 15:30 Uhr Abb. 5: Montag 09.01.2017 15:31 Uhr
Diese Zustände vom Montag den 09.01.2017 wurden bis zum Samstag den 14.01.2017 sich selbst überlassen. In dem gesamten Zeitraum kümmerte sich die Firma Jesse nicht einen Moment darum.
Zwar ließ sich am übernächsten Tag, also Mittwoch, den 11. Januar, jemand von dieser Firma hier kurz um die Mittagszeit sehen, jedoch nicht, um den Pflichten zum Winterdienst nach Ziffer 5 des Leistungsverzeichnisses nachzukommen. Ein Mitarbeiter brachte in knapp 2 Minuten die Biotonnen zur vorgegebenen Sammelstelle an die Straße und war sogleich wieder weg.
Auch die beiden Mitarbeiter, die am folgenden Tag, Donnerstag, den 12. Januar, im Haus Hirschanger 9a zu tun hatten, kümmerte der Zustand der Wege und Zufahrten nicht die Spur. Sie waren nach knapp 5 Minuten wieder weggefahren.
Die ungewöhnlich kalten Tage ließen den Matsch zu einer harschigen Masse erstarren. Das Gehen zu den PKWs und den Mülltonnen war am Dienstag den 10. und Mittwoch den 11. Januar beschwerlich, was beim Einzoomen auf die untenstehenden Panoramen gut nachempfunden werden kann (siehe Abbildungen 6 und 7).
Abb. 6: Montag 09.01.2017 11:10 Uhr Abb. 7: Dienstag 10.01.2017 11:40 Uhr Abb. 8: Mittwoch 11.01.2017 14:53 Uhr
Der gefrorene Matsch war bis zum Mittwoch, den 11. Januar an den von der Sonne länger beschienenen Stellen mehrheitlich geschmolzen (siehe Abbildung 8).
An manchen Stellen hatte sich jedoch große zusammenhängende Eisplatten gebildet. Um beispielsweise von den Häusern Hirschanger 7 und 9a zu den Müll-Containern zu gelangen, musste vorsichtig über solche Eisplatten balanciert werden (siehe Abbildung 9 unten). Besonders bis zur Mittagszeit und ab dem späten Nachmittag wenn die Kälte anzog, waren diese Stellen sehr glatt und gefährlich. Die Firma Jesse entfernte weder das Eis, noch streute sie Split. Kurz gesagt unternahm sie nichts.
Es dauerte lange, bis das Eis an diesen Stellen geschmolzen war.
Die Bewohner des Hauses Hirschanger 9a müssen ihre Brennvorräte mehr oder weniger regelmäßig von den Schuppen holen. Der Weg dorthin wird nicht geräumt. Wiederholtes Bitten über Jahre hinweg (auch in der Dienstaufsichtsbeschwerde vom letzten Jahr) führte hier zu keiner Änderung. Der viele Schnee vom Montag den 11.01.2017 verdichtete sich im Laufe der Zeit und hatte sich nach 2 Wochen zu eine fast durchgehenden holprigen Eisbahn entwickelt (siehe Abbildungen 10 und 11).
Abb. 9: Mittwoch 11.01.2017 14:57 Uhr
Der Weg zu den Müll-Containern
Abb. 10: Montag 09.01.2017 15:33 Uhr
Der Weg zu den Schuppen.
Abb. 11: Montag 23.01.2017 10:47 Uhr
Der Weg zu den Schuppen 2 Wochen später
Erst am Samstag, den 14. Januar morgens - also 5 Tage später - räumte die Firma Jesse nach erneuten Schneefällen in der Früh für etwas mehr als 8 Minuten. Der Weg und die Treppe zu den Schuppen wurde abermals ignoriert. Wieder wurde nur sehr oberflächlich Schnee geräumt. Auf den meisten Flächen blieb eine geschlossene Schneedecke liegen. An den drei folgenden Tagen, bis zum Dienstag, den 17. Januar, entledigte sich die Firma Jesse ihren Verpflichtungen zum Winterdienst mit jeweils täglich aufgerundeten 5, 10 und 9 Minuten.
Nach diesen 9 Minuten am Dienstag den 17.01.2017 um kurz vor 9 Uhr stellte die Firma Jesse den Winterdienst bis zum darauffolgenden Montag, den 23.01.2017 komplett ein. Es wurde nicht ein Handgriff zur Verhinderung der sich nun entwickelnden Szenerie getan!
Die häufig scheinende Sonne schmolz den nicht entfernten Schnee an der Oberfläche und dieser Wasserfilm gefror. Durch diesen sich fortlaufend wiederholenden Zyklus (die Tage und Nächte waren bitterkalt) bildeten sich abermals große Eisflächen auf den Wegen der Wohnanlage. Dieses Geschehen ist in untenstehenden Panoramen gut zu verfolgen (siehe Abbildungen 12 bis 17).
Abb. 12: Dienstag 17.01.2017 10:24 Uhr Abb. 13: Mittwoch 18.01.2017 11:13 Uhr Abb. 14: Donnerstag 19.01.2017 10:55 Uhr
Abb. 15: Samstag 21.01.2017 10:49 Uhr Abb. 16: Sonntag 22.01.2017 13:15 Uhr Abb. 17: Montag 23.01.2017 10:40 Uhr
Mitarbeiter der Firma Jesse waren zwar am Mittwoch, Donnerstag und am Freitag jeweils kurz aufgetaucht (für jeweils knapp 2, 3 und 2 Minuten) ignorierten aber in allen drei Fällen konsequent das sich vermehrende Glatteis. Sie brachten die Papier- und Restmüll-Container zur Sammelstelle und zurück. Dabei hätten sie sehen können, wie sich der Zustand der Wege und Zufahrten von Tag zu Tag verschlimmerte.
Am Montag den 23. Januar um 10:40 Uhr sah es wie folgt aus:
Abb. 18: Montag 23.01.2017 10:50 Uhr
am unteren Bereich der Parkplätze ungeräumte vereiste Flächen
Abb. 19: Montag 23.01.2017 10:46 Uhr
gleiche Stelle aus der Perspektive des Fußgängers
Abb. 20: Montag 23.01.2017 10:50 Uhr
östliche Zufahrt vom Hirschanger - großflächig unbehandeltes
Eis
Abb. 21: Montag 23.01.2017 10:46 Uhr
westliche Zufahrt vom Hirschanger das Gleiche - großflächig unbehandeltes
Eis
Abb. 22: Montag 23.01.2017 10:48 Uhr
oberer Bereich der Parkplätze - großflächig unbehandeltes Eis
Abb. 23: Montag 23.01.2017 10:40 Uhr gleiche Stelle wie Abbildung 22 von oben Abb. 24: Montag 23.01.2017 10:47 Uhr
vereister öffentlicher Gehweg vor dem Haus Hirschanger
Erst an diesem Montag den 23.01.2017 um 11 Uhr - 6 Tage nach ihrem letzten Winterdienst - schenkten 2 Mitarbeiter der Firma Jesse um kurz nach 11 Uhr den gefährlichen Umständen ihre Aufmerksamkeit und streuten knapp 4 Minuten (!) Split auf Wege der Wohnanlage und waren danach auch schon wieder weg.
Auf das Ausbringen des Splits wurde an manchen gefährlichen Stellen verzichtet (z.B. beim vereisten Bürgersteig, der in Abbildung 24 zu sehen ist). Wir erinnern uns: Dies ist die Stelle, an der der Schneepflug am Sonntag, den 8. Januar den schlecht geräumten Bürgersteig mit Schnee zuschob (siehe Abbildung 1). Der seitdem liegengelassene Schnee ist festgetreten worden und ist nun mit Eis überzogen. Diese glatten Ränder verbleiben - nur langsam abgetreten - bis Anfang Februar (siehe Abbildung 27).
Große Teile der Eisplatte im östlichen Bereich der Parkplätze bekamen so gut wie keinen Split ab. Die beiden untenstehenden Fotos vom 30.01.2017 zeigen diese Stelle (Abbildungen 25 und 26). Beim Hineinzoomen in das rechte Foto wird sichtbar, dass diese gefährliche Stelle nur ein paar vereinzelte Steinchen abbekommen hat (siehe Abbildung 26 mit reinzoomen).
Übrigens waren die beiden Männer der Firma Jesse, die am Montag, den 23.01.2017 um 11 Uhr so schlampig Split streuten, 2 Stunden vorher schon einmal dagewesen und hatten in knappen 2 Minuten die Restmüll-Container reingeschoben. Auf die Idee, sogleich die Gefahr, die von dem Glatteis ausging, durch Split streuen zu mindern, sind sie dabei nicht gekommen, was wieder einmal einen Einblick in ihre Arbeitseinstellung gestattet. Eine erneute Hin- und Wegfahrt hätten sie außerdem sparen können. Aber es ist vermutlich gemütlicher, bei der herrschenden Kälte nach 2 Minuten "Außendienst" im warmen Wagen erst mal weg- und 2 Stunden später für 4 Minuten "Aussendienst" - vielleicht bei netter Musikuntermalung - wieder herzufahren.
Doch Spaß beiseite. Die 4 Minuten Split ausbringen waren die letzten Handgriffe an diesem Montag, den 23.01.2017, die die Firma Jesse für den Winterdienst im Januar erbrachte. In der Woche bis Monatsende wurde nur noch die Biotonne einmal raus- und einmal reingeschoben. Zeittaufwand 3 und 2 Minuten.
Dabei spielte es für die Firma Jesse offensichtlich immer noch keine Rolle, dass ein gefahrloses Erreichen der Müll-Container für die Bewohner der Häuser Hischanger 7 und Hirschanger 9a bis Anfang Februar nicht möglich war. Sie hatten somit im Januar über 3 Wochen mit diesem gefährlichen Hindernis gelebt (siehe Abbildungen 25 und 26).
Bereits vor dem 11.01.2017 war hier die Stelle vereist und gefährlich (siehe Abbildung 9). Nach dem 17.01.2017 bildete sich die langsam abgeschmolzene Eisregion neu (siehe Abbildungen 12 bis 20) und blieb glatt bis Anfang Februar.
Abb. 25: Montag 30.01.2017 09:36 Uhr
Der Weg vom Hirschanger 7 und 9a zu den Müll-Containern ist vom 11.01. bis Anfang Februar nicht gefahrlos passierbar
Abb. 26: Montag 30.01.2017 09:46 Uhr
Auch beim Reinzoomen sind nur vereinzelt Steinchen des am 23.01.2017 einmaligen gedankenlosen Split streuens zu sehen
Die belassenen Eisflächen tauten tagsüber langsam. Das Schmelzwasser floss ab und beim Gefrieren entstanden neue Gefahrenpunkte (siehe Abbildungen 27 und 28) gegen die nichts unternommen wurde; sehen wir mal von der Sonne ab.
Abb. 27: Montag 30.01.2017 09:43 Uhr
Kein Split auf dem
Gehweg vor dem Haus Hirschanger 7
Abb. 28: Montag 30.01.2017 09:44 Uhr
Weg vor dem Eingang Schulstraße 13
Der Winterdienst der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" bestand während der ungewöhnlichen Kälteperiode zwischen Dienstag 17.01.2017 und Dienstag, den 31.01 2017 in sage und schreibe 4 Minuten schlampigem "pro forma Split verstreuen".
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3. . PFLICHTVERLETZUNGEN der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" 01/2017
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Es gibt ein Leistungsverzeichnis (Pflichtenheft), dass dem Vertrag zwischen der Stadt Starnberg und der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" nach Auskunft des Liegenschaftsamtes zugrunde liegt und die Tätigkeiten auflistet, zu deren Erledigung sich die Firma Jesse verpflichtet hat und wofür sie bezahlt wird. Am Rande sei erwähnt, dass bisher nur die Seiten 1, 2 und 4 mit den Ziffern 1 bis 7 und 11 vorliegen. Die Einsicht in die Seite 3 mit den Ziffern 8, 9 und 10 wurde bisher verweigert. Auf mehrere Nachfragen kam weder vom Wohnungsamt, noch vom Liegenschaftsamt und auch nicht von der 1. Bürgermeisterin Eva John hierzu eine Antwort.
Auch diesen Monat hielt sich die Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" nicht an vertragliche Pflichten und erbrachte bezahlte Leistungen nicht:

Leistungsverzeichnis
5. Winterdienst, Satz 1, soweit er sich auf das Schneeräumen bezieht
Schneeräumen (...) dort, wo im Winter eine gefahrloser Zugang (Zufahrt) gewährleistet sein muss
Die gewohnte hastige und schlampige Arbeitsweise praktizierte die Firma Jesse auch beim auf Selbstabtauung des Schnees ausgerichtete pro forma "Schneeräumen" am 2. und 5. Januar 2017. Da aber die Menge des Schnees an diesen beiden Tagen gering und es relativ warm war, konnten die Wege sicher begangen werden. Deshalb kommen wir zu dem Ergebnis, dass die Firma Jesse an diesen beiden Tagen ihre Pflicht zum Schneeräumen nachkam - wenn auch mit der erklärten Einschränkung.
Am 8. und 9. Januar war das Schneeräumen der Firma nicht anders als liederlich zu nennen (siehe Abbildungen 1 bis 6). Am 10. und 11. Januar wurden nicht Schnee geräumt (siehe Abbildungen 7 und 8). Diese Versäumnisse führten zu der ersten gefährlichen großflächigen Eisbildung (siehe Abbildung 9).
Am 14. und 15. Januar war wieder so schlampig Schnee geräumt worden, dass dadurch die enorme Eisbildung in den nächsten Tagen ermöglicht wurde (siehe Abbildungen 12 bis 16) Da aber an diesen beiden Tagen eine sicher Fortbewegung noch möglich war, bewerten wir die Verpflichtung zum Schneeräumen an diesen beiden Tagen als "teilweise erfüllt".
Am 16. und 17. Januar war der liegengelassene Schnee der Vortage bereits stark mit Eis durchsetzt. Anstatt in der Mittagszeit (leicht angetaut) dagegen vorzugehen, begnügte sich die Firma Jesse mit dem bekannten 10 minütigen pro forma Schneeräumen um 6 Uhr in der Früh (siehe Abbildung 12) und ließ die bereits vereisten Schneeflächen auf den Wegen und Zufahrten wo sie waren. Diese Pflichtvergessenheit setzte sie in der Zeit vom 18. bis 23. Januar fort. Hier hätte das sich bildende Eis weggeräumt werden müssen, auch wenn dies zu diesem Zeitpunkt viel (selbstverschuldete) Arbeit bedeutet hätte. Obwohl die Gefahr stetig zunahm wurde in der gesamten Zeit nicht ein Handgriff zur Entschärfung der Situation getan (siehe Abbildungen 13 bis 17).
JANUAR 2017
So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31
. . . . . . . . . . . . . .
Legende: Verpflichtung erfüllt: Verpflichtung nicht erfüllt: Verpflichtung teilweise erfüllt:
Die Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" kam im Monat Januar 2017 an 15 in Frage kommenden Tagen 2 Mal ihrer Verpflichtung nach, durch Schneeräumen einen gefahrlosen Zugang (Zufahrt) zu gewährleisten (14%), 2 Mal genügte sie dieser Verpflichtung nur teilweise (14%) und 11 Mal kam sie ihrer Pflicht nicht nach (72%).

Leistungsverzeichnis
5. Winterdienst, Satz 1, soweit er sich auf das Streuen bezieht und Satz 4
5.1. (...) Streuen dort, wo im Winter eine gefahrloser Zugang (Zufahrt) gewährleistet sein muss
5.4. Bei Bedarf werden die zu räumenden Flächen mit Sand, Splitt oder Auftausalz behandelt
Am 3.01.2017 streute die Firma Jesse an verschiedenen Stellen Salz.
Am 11. und 12.01.2017 und vom 23. bis zum 31.01.2017 hätten die Versäumnisse beim Schneeräumen durch gezieltes Ausbringen von Split oder Sand auf allen sich bereits gebildeten kompakten Eisflächen korrigiert werden müssen.
Außerdem hätte Salz an den Stellen an denen Schmelzwasser floss, als Vorbeugung gegen Neubildung von Eis zusätzlich zum Split gestreut werden müssen. Somit wären gefährliche Stellen zumindestens entschärft worden.
An 11 Tagen wäre Splitausbringen wichtig gewesen. Anstattdessen streute die Firma Jesse an einem Tag für vier Minuten hastig und schlampig - wie bei den meisten von ihr verrichteten Arbeiten - Split und vergaß dabei wesentliche Gefahrenpunkte (siehe Abbildungen 25 bis 28).
JANUAR 2017
So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di Mi Do Fr Sa So Mo Di
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Legende: Verpflichtung erfüllt: Verpflichtung nicht erfüllt: Verpflichtung teilweise erfüllt:
Die Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" kam im Monat Januar 2017 an 12 in Frage kommenden Tagen nur 1 Mal ihrer Verpflichtung nach, durch Streuen von Sand, Split oder Auftausalz einen gefahrlosen Zugang zu den von ihr zu betreuenden Wege und Zufahrten zu gewährleisten (8%), 1 Mal kam sie ihrer Verpflichtung teilweise nach (8%). 10 Mal kam sie ihrer Pflicht nicht nach (84%).

Der Pflichtverletzungen waren noch mehr. Für den Januar 2017 soll es hiermit erst einmal genug sein.
Soweit der Bericht über die Tätigkeit der Firma "Haus + Gartenservice M. Jesse" in der in städtischem Eigentum der Stadt Starnberg stehenden Wohnanlage Hirschanger/Schulstraße in Starnberg im Januar 2017.
Starnberg, den 01.03.2017
Andreas Chowanetz